Preamp-Chassis

Irgendwo drin muss so eine Platine ja auch wohnen…

Das hier beschriebene Endprodukt soll unfähr so aussehen:

 

slo_pre_mid

Dazu braucht man zuerst mal ein passendes (Leer-) Gehäuse,welches z.B. bei Pollin (Best.-Nr. 460 018) oder ETT-Online (Best.-Nr. 1313035) erhältlich ist und ist bei Bedarf an einigen Stellen evtl. anzupassen!

Der Vorteil des verwendeten Gehäuses ist (neben des recht günstigen Preises), dass es im Gegensatz zu diversen alternativen Angeboten über eine separate Rückwand verfügt, was für die Bearbeitung eine große Vereinfachung ist. Das Gehäuse besteht also aus 2 Seitenteilen, einer Frontplatte und einer Rückseite sowie Boden und Deckel.

Matthias Schnellnberger war so nett, seine CAD-Dateien der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Vielen Dank dafür! Wer also die Metallbearbeitung fremdvergeben will, hat hier eine gute Ausgangsbasis.

Ansonsten steht hier, wie’s weitergeht…

So ein Gehäuse ist meist extrem kratzempfindlich, es empfiehlt sich daher, die Seitenteile, den Deckel und den Boden als allererstes mit einer Schicht Klarlack zu versehen, falls man die ursprüngliche Oberfläche später sichtbar lassen will. Den Lack sollte man ca. 8 Stunden trocknen lassen und ruhig insgesamt 3-4 Schichten auftragen, vor der Weiterverarbeitung sollte man dann mindestens 24 Stunden warten. Bei der Bearbeitung des Gehäuses empfiehlt es sich zudem, einfache Handschuhe aus Baumwolle (z.B. Conrad – Best.-Nr. 830036-07) anzulegen. Ein hochwertigeres Gehäuse gibt’s z. B. bei Adam Hall.

Wo wir schon beim Lack sind: Als zweckmäßig hat sich hier für dieses Projekt 2-Komponentenlack aus dem Kfz-Badarf (gibt’s z.B. im Baumarkt) erwiesen. Auch wenn es die schönsten Farben aus der Sprühdose gibt, sei dringendst von deren Verwendung abgeraten, da man sonst beim späteren Auftragen des unbedingt benötigten Klarlacks böse Überraschungen durch Aufquellen usw. erleben kann.

Tip: Wenn’s denn passiert ist und das Gehäuse schon extrem gelitten hat hilft Lack mit sog. sog. „Hammerschlagoptik“ gut weiter, welcher später nicht überlackiert werden muß. Dieser ist einfach aufzutragen und erzeugt eine ziemlich rauhe Oberfläche. Ein so behandeltes Gehäuse ist auch aus dem abgerockten Zustand gut wieder auffrischbar. Versiegelt man diesen dann noch mit mehreren Schichten Klarlack, hat man eine recht robuste und individuelle Oberfläche.

 

Das Schlimmste zuerst: Die Rückseite vorbereiten

Der „Bastler am Küchentisch“ hat hier ganz schlechte Karten und sollten das Bohren lieber jemanden machen lassen, der über eine Standbohrmaschine und einen Stufenbohrer verfügt und bedienen kann.

Es gibt Firmen, die erstellen tolle Frontplatten und liefern sogar noch entsprechende Design-Software gratis dazu. Nichts spricht dagegen, diese zu beauftragen und die nächsten Teile zu überspringen, außer man will wirklich alles selbst machen…

Neben der „Standard-Version“ (2 Ausgänge, MIDI In/Through, Footswitch) gibt es die Möglichkeit, den Preamp mit einem zweiten Eingang und einen alternativen Loop auzurüsten.

Das folgende Bild zeigt exemplarisch die beiden Möglichkeiten:

back_small

Rechts neben dem Netzgerätestecker/Netzfilter befindet sich ein typischer Warnhinweis, daneben sitzen sämtliche für die Steuerung benötigten Anschlüsse, dann folgen die Ausgangsbuchsen und evtl. ein Loop und ein zweiter Eingang.

Die als Schablonen dienenden Files sind inzwischen so angepasst, dass man auch nachträglich noch den Loop und zweiten Eingang hinzufügen kann. Dann ist allerdings später die schon beschriebene zweite Platine nötig, die die Buchsen aufnimmt zusätzlich mit einem Relais den Loop (bzw. Bypass) aktiviert sowie mittels FotoMos-Relais den Ausgang während der Umschaltphasen stummschaltet.

Zunächst wählt man sich also die passende Schablone aus  (Rückseite_mit_LoopRückseite_ohne_Loop) oder verwendet eine eigene Kreation. Wer später evtl. doch Loop und Co. nachrüsten will, wählt zwischen den Ausgangsbuchsen des eigenen Designs einen Abstand von 3,4 cm und lässt zum Gehäuserand dann ca. 11 cm Platz frei.

Da die Rückseite breiter als DIN A4 ist, besteht die Schablone aus zwei Teilen, welche ausgeschnitten und mittig mit etwas Klebeband zusammengeklebt werden müssen. Dann wird die zusammengeklebte Schablone passend an der linken Kante (dort wo das Netzfilter sitzt) ebenfalls mit etwas Klebeband befestigt (einfach um die Kante kleben). Rechts kann sie ruhig etwas verkleinert und dann auch dort angeklebt werden. Anschließend werden alle Löcher vorgekörnt, beim Netzfilter setzt man ein paar Punkte auf die Linien, so dass man später den Ausschnitt wiederfindet. Dann kann die Folie heruntergenommen werden und alle Löcher (Ausnahme Netzfilter) werden mit vorgebohrt (ca. 2 mm).

Beim Netzfilter bohrt man am besten 4 Löcher in die Ecken und sägt dann mit einer Stichsäge den Ausschnitt aus und feilt ihn dann passend oder bohrt ca. 5 mm von der Kante entfernt zuerst mehrere kleine und dieser dann immer weiter auf. Anschließend feilt man den Ausschnitt passend.

Wer die dem Gehäuse beiliegende (Stahl-)Frontplatte vergurkt oder verflucht sollte Kontakt zum nächsten Metall verarbeitenen Betrieb aufnehmen und sich eine Rückseize aus 2mm Aluminium erstellen lassen. Dies ist für die meisten Heimwerker viel besser zu verarbeiten… Die alte Platte kann dann als „Schablone“ für die Befestigungslöcher dienen.

Dann werden noch die Löcher für die Klinkenbuchsen und Midi-Buchsen aufgebohrt (am besten in zwei Stufen, zunächst mit ca. 6 mm, dann mit 10 mm (manche Buchsen benötigen 9 mm, andere sogar 11 mm. Bitte unbedingt vorher kontrollieren!) und die Midibuchsen mit einem Stufenbohrer auf 15 mm – zwischendurch immer mal kontrollieren, etwas Luft ist gut!). Jetzt muß die Oberfläche mit etwas Schleifpapier o.ä glattgeschliffen werden, denn nach dem nun folgenden Lackieren sieht man sonst jede Unebenheit. Als Lack empfiehlt sich 2-Komponentenlack in einem hellen Farbton (z.B. silber oder weiß), so dass die spätere Folienbeschriftung noch gut lesbar sein wird. Damit der spätere Rand vernünftig aussieht, lackiert man zuerst die später innen liegende Seite (nur außen incl. Rand), und danach später von außen sichtbare Seite. Auch hier sollte man zuerst nur außen lackieren (jetzt hat der Rand schon min. 2 Schichten), indem man wieder aus ca. 45° sprüht. Wenn diese Schicht trocken ist, wird die später sichtbare Rückseite im Kreuzgang lackiert und min. 8 Stunden trocknen gelassen.

 

Die Frontplatte vorbereiten

Nachdem nun an der Rückseite ausgiebig geübt wurde, sollte die Frontplatte kein Problem mehr darstellen. Auch hier gibt es eine  Schablone zum Körnen . Diese wird wie schon bei der Rückseite einfach auf ein DIN A4-Blatt gedruckt, ausgeschnitten und mittig zusammengeklebt. Anschließend klebt man diese auf die unbehandelte Frontplatte, körnt vor und bohrt zunächst alle Löcher mit ca. 2 mm vor. Danach werden die 6 Befestigungslöcher und die LED-Löcher auf 3 mm, (wer Montageringe verwenden will bohrt die LED-Löcher auf 4,5 mm auf), und die Löcher für die Klinkenbuchse und den Power-Schalter auf 4,5 mm aufgebohrt. Die DIP-Schalter (Bright, Shape, Channel-Select) werden danach auf 6 mm aufgebohrt, die Potis auf 7 mm, die Klinkenbuchse auf 9 mm und der Netzschalter auf 12,5 mm. Ohne eine Standbohrmaschine braucht man das eigentlich gar nicht zu probieren, es sei denn, man hat eine Frontplatte aus Aluminium. Am Schluss werden die Grate mittels Kegelsenker o.ä, entfernt. Danach sieht die Platte übrigens meist schon ziemlich zerschrammt aus.

Die spätere Vorderseite kann man jetzt noch leicht anschleifen. Tip.: An den Rändern (dort wo das Gerät später im Rack festgeschraubt wird) kann man den Original-Lack durch Abkleben erhalten (s. Bild unten). Dieser ist nämlich härter als der selbst aufgebrachte. Grundiert werden sollte dann auch bald, da das Gehäuse sonst evtl. anfängt zu oxidieren. Nach einer. Nach ca. 24 Stunden kann dann lackiert werden.

frontplate_small

Beschriftungen an Front- und Rückseite aufbringen

Die Beschriftungen werden mit sog. Waterslide-Folie erstellt. Auf diese druckt man die Vorlagen (Frontseite,  Rückseite_mit_Loop, Rückseite ohne Loop) aus. Hierbei braucht man nicht zwangsläufig ein ganzes A4-Blatt der teuren Folie zu verwenden, sondern kann sich den benötigten Ausschnitt passend zurechtschneiden. Die einzelnen Folien sind zum Teil etwas in der Breite gestaucht, da sich die Folien später beim Wegdrücken des Wassers nach außen (in Richtung der Befestigungslöcher) noch ausdehnen werden! Die einzeln gerahmten Segmente schneidet man einfach mit dem jeweiligen Rand aus, wirft sie in einer schale mit Wasser und wartet ca. 30 s. Die Folien rollen sich meist sofort ein und können dann angebracht werden. Wie schon erwähnt wurde sind die Folien derart angepasst wurde, dass eine Dehnung der Folie beim Herausdrücken des Wassers ausgeglichen wird, wenn das Wasser wechselweise nach links und rechts (nicht oben und unten) herausgedrückt wird – die Folien sind also zunächst etwas schmaler (Lead: ca. 1,6mm, CL/RH ca. 1mm). Beim Auflegen sollte man sich daher immer an der Mitte des jeweiligen Segments orientieren. Wenn’s nicht 100%-ig passgenau geworden ist, müssen die Löcher evtl. noch ein bischen mit einer kleinen Rundfeile nachbearbeitet werden.

Bodenplatte und Seitenteile vorbereiten

Damit alle Löcher später an der richtigen Position sitzen, wird auch hier einfach mit 2 Schablonen gearbeitet, die man sich ausdruckt und wie schon bei Frontplatte und Rückseite zum Körnen verwendet. Man benötigt eine Schablone für Trafo und_PE  und eine Schablone für die Seitenteile. Die Befestigungslöcher für die Platine körnt man mit Hilfe eines Ausdrucks der jeweiligen Bestückungsseite vornehmen.

Alle Schablonen selbst enthalten sicherheitshalber nochmal sämtliche Hinweise zum Einkleben und sollten so sicher an den richtigen Stellen landen. Die Platinenschablone ist so auszurichten, dass die Größenangabe oben rechts lesbar ist..

Bevor jedoch eine der Schablonen irgendwo hingeklebt wird, kontrollieren wir diese nochmal, indem Trafo und die Platine einfach daraufgelegt werden. Falls die Löcher nicht richtig sitzen, ist beim Ausdruck wohl etwas schief gelaufen (notfalls die Löcher bitte einfach nachzeichnen). Die Schablonen werden wieder ausgeschniten mit etwas Klebeband auf der Bodenplatte angebracht.

Die Preamp-Platine sollte ca. 2 cm von den Rändern entfernt sitzen. Es reicht aus, die Schablone mittig auf DIN A4 zu drucken (beim Drucken „centered“ anwählen) und das Blatt dann einfach links unten an die Gehäusekante zu schieben. Die Schablonen zum Körnen der Seitenteile, in das jeweils eine PE-Schraube soll, kleben (oder legen) wir auch auf. Am Deckel suchen wir und eine beliebige Stelle in der Nähe des Trafos aus. Aufpassen, dass wir nicht direkt über dem Trafo bohren, sonst könnte es beim Zusammenschrauben eng werden Das Loch im Deckel können wir aber auch ganz am Schluss bohren. Eine sinnvolle Stelle ist ca. 1,5 cm vom hinteren Rand entfernt. Wer ganz sicher gehen will, bohrt dieses Loch erst am Ende.

Bitte beachten:

Beim hier verwendeten Gehäuse ist bei Deckel, Bodenteil und bei den Seitenteilen ist dort hinten, wo im Falz die kleinen Löcher für die Befestigung der Rückwand sitzen! Das Bodenteil hat vorn keine (!) Löcher, die Seitenteile haben vorn die großen und hinten die kleinen Löcher!

Nun wird gekörnt (PE und Anschluß für die Schaltungsmasse auf der Trafoschablone nicht vergessen!) und anschließend werden die Schablonen entfernt. Jetzt kann vorsichtig mit 1-2 mm vorgebohrt werden. Die Preamp-Platine benötigt 3,5 mm-Löcher (eigentlich reichen 3 mm, aber mit etwas Reserve können wir sie später ganz ohne Spannungen einbauen), alle anderen Löcher (Trafo, PE) werden mit 4 mm gebohrt. Manche Bohrmaschinen haben einen „Anschlag“, mit einem Stück Holz untergelegt ist’s evtl. einfacher. Es ist hilfreich, um die Bohrer direkt vor dem Bohrfutter etwas Isolierband zu kleben, dann zerkratzt man beim „Anschlag“ auf das Gehäuse dieses nicht sofort. Wer eine vernünftige Ständerbohrmaschine zur Verfügung hat, ist klar im Vorteil und verwendet natürlich diese!

Nachdem die Löcher dann gebohrt sind, werden die scharfen Grate mittels Kegelsenker (zur Not tut’s auch ein größerer Bohrer) entfernt.

 

Zusammenbau des Gehäuses

Jetzt können die Gehäusefüße mittels der diesem beiliegenden M4-Schrauben, Scheiben und Muttern montiert werden. Die Scheibe kommt hierbei außen in den Gummifuß.

Dem Trafo liegt ein Befestigungssatz bei, da kann nichts schief gehen.

Danach werden die Anschlüsse für Schutzleiter PE und Schaltungsmasse montiert. Weil’s wirklich wichtig ist, hier eine die sichere Verbindung:

Zuerst wird eine Kontaktscheibe auf eine M4x16-Schraube derart gesteckt, dass die Zähne der Scheibe vom Schraubenkopf weg zeigen. Dann wird die Schraube samt Scheibe von außen durch das Bodenbleck gesteckt. Die Zähne der Scheibe berühren nun das Bodenblech. Nun wird innen eine weitere Kontaktscheibe so aufgeschoben, dass deren Zähne ebenfalls auf dem Gehäusebleck aufliegen. Dann kommt eine M4-Mutter und so entsteht quasi ein „Bolzen“. Dieses Konstukt aus Schraube-Kontaktscheibe-(Gehäuse)-Kontaktscheibe-Mutter wird für alle weiteren Schutzleiteranschlüsse identisch ausgeführt!    Über die letzte Lötöse kommt dann eine weitere Unterlegscheibe, ein Federring und schließlich eine weitere Mutter.

An den Anschluß der Schaltungsmasse kommen 2 (!) Lötosen. Eine wird mit der Ausgangsbuchse verbunden (s.u.), die andere bleibt frei, Hier kann man später prima sog. „Hirschmann-Klemmen“ („Fliegenbeine“) anschließen.

An die M4-Schraube direkt neben dem Trafo kommen insgesamt 6 Lötösen. Von diese werden mit den Seitenteilen, der Rückwand, dem Deckel und der Schirmwicklung des Trafos verbunden. Die Seitenteile bekommen jeweils 2 Lötösen, da von hier je eine PE-Leitung zur Frontplatte geführt wird.

Die Output Buchsen an der Rückseite werden so angeschlossen, dass beim Einstecken in die äußere Buchse die Schaltungsmasse vom Gehäuse getrennt wird. Die Spitze (=TIP) der Klinkenstecker führen später alle das selbe Signal und können mit etwas Silberdraht verbunden werden, die drei verbliebenen Anschlüsse für die Signalmasse werden ebenso miteinander verbunden (s. Bild)

Die im Bild blaue Leitung führt zum Gehäuseanschluss direkt neben der pe_seite_smallSchutzleiterverteilung an der Bodenplatte.

So funktioniert der ungrounded-Anschluss:

Wird ein Klinkenstecker in die im Bild rechte Buchse gesteckt, ist eine Verbindung der Schaltungsmasse mit dem Gehäuse über den geschlossenen Kontakt der rechten Buchse hergestellt. Wird die rechte Buchse (bzw. beide) verwendet, ist diese Verbindung unterbrochen (GND-LIFT). Es gibt also keinen Grund, die Verbindung zwischen Schutzleiter und Gehäuse zu trennen.

Das vorbereitete Gehäuse sollte dann ungefähr so aussehen:

Wichtig ist vor allem, dass alle Gehäuseteile sicher mit dem PE-Anschluss verbunden sind.

Nun sollte die Frontplatte mal locker angeschraubt werden, damit man an den vorderen Falzen von Boden und Deckel die noch fehlenden zusätzlichen Löcher (2,5mm) für die Befestigung der Frontplatte kurz anbohren kann (bitte nicht versuchen, einfach durch die Frontplattenlöcher durchzubohren – beim Aufschlag des Bohrfutters auf die Frontplatte gibt’s sonst häßliche Kratzer).

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass für eine sicher leitende Verbindung der Frontplatte zum Schutzleiter entweder 4 Kontaktscheiben von außen (also sichtbar) verwendet werden oder der Lack unter den Befestigungschrauben bis auf das blanke Blech vorsichtig entfernt werden muß.

(Vor-)Verdrahten der Frontplatte

Hier am Beispiel eines SLO-Preamps, andere können natürlich davon abweichen…

Bei der hier verwendeten Frontplatte mit einer Stärke vom 2,5 mm, müssen die kleinen Nasen zum Schutz vor Verdrehen an den Alpha-Potis nicht abgekniffen werden. Damit die Potis nicht unnötig weit herausstehen, wird eine zusätzliche Mutter innen angebracht (ordentlich anziehen, es könnte sonst eng werden!). Dann werden die Potis montiert. Gain-, Volume- und Presencepotis haben 500kA, Basspotis 1MA, Treble 250kB, Mid, 25kB. (eine sinnvolle Ausrichtung zeigt Bild unten).

Die LEDs müssen noch nicht eingeklebt werden, man sollte aber mal ausprobieren, ob sie durch die inzw. lackierten Löcher passen.

Dann werden evtl. benötogte Widerstände (beim SLO-Bausatz z.B. die 470k-Widerstände) beim Rhythm- und Lead-Kanal eingelötet. Aus deren abgekniffenen Beinchen wird die Brücke beim Clean-Kanal (zw. Treble- und Volume-Regler) und die Brücken zwischen Bass- und Mid-Regler hergestellt. Anschließend werden die Verbindungen vom Treble zum Bassregler verlegt (s. Bild – gelbe Leitung) und dann die Massen verlegt (Presence-, Volume-, Gain- und Mid-Regler, im Bild die blauen Leitungen).

Der Presence-Regler stellt nur eine einfache Höhenblende dar und wird so angeschlossen, dass die Masseverbindung am mittleren Anschluß liegt und der 1 nF-Kondensator an die direkt nebeneinander liegenden Beinchen von Volume- und Presence-Regler kommt.

Dann werden die Bright-Schalter und der Channel-Select-(Tast-)Schalter montiert. Die Verdrahtung der Bright-Schalter bei Clean- und Rhy-Kanal ist identisch, beim Lead-Kanal ist zusätzlich ein 1 nF-Kondensator einzusetzen (s. Schaltplan).

Der Netzschalter sollte wenn überhaupt jetz schon dann als letztes montiert werden, da die Frontplatte sonst beim Verdrahten hin- und herwackelt…

An die Eingangsbuchse wird eine Brücke gelegt, so dass später bei nicht eingestecktem Stecker alle Kontakte kurzgeschlossen sind und der eingesteckte Stecker diesen Kurzschluß unterbricht.

Außerdem wird eine kurze Leitung vom Masseanschluß der Eingangsbuchse zu den Potis (z.B. zum Gain-Poti des Clean-Kanals) gelegt, welche später den Massebezug der Potis zur Schaltung herstellt.

Der Shape-Schalter bleibt zunächst noch unbelegt.

Damit ist das Gehäuse soweit erstellt, dass man sich den Innereien widmen kann…